Yoga

Satya – Wahrhaftigkeit

Im Yoga Sutra des Patanjali wird der achtgliedrige Pfad beschrieben der u. a. die Yamas und die Niyamas erklärt. Bei den Yamas geht es um die allgemeine Ordnung / den Umgang mit anderen.
In meinen Kursen beschäftigen wir uns mit dem zweiten Yama, Satya – Wahrhaftigkeit. In unserer modernen Welt nennen wir es eher Authentizität, was jedoch das selbe meint.

Im Sutra 2.36 erklärt Patanjali folgendes:
Bei den Menschen, die Satya gemeistert haben, sind die Aussagen und Handlungen stets im Einklang.
Erläuterung: Wer stets ehrlich in seinen Äußerungen ist, wird auch die richtigen Entscheidungen für sein Handeln finden.

Satya meint die wahrhaftige Geisteshaltung, die Wahrheit sprechen, Sollten jedoch andere durch diese Wahrheit unnötig verletzt werden, ist es besser zu schweigen, als zu lügen, Satya sollte nicht in Konflikt mit unseren Bemühungen um Ahimsa (Gewaltlosigkeit) kommen. Es ist auch wichtig sich selbst gegenüber wahrhaftig zu sein. Dazu müssen wir manchmal bereit sein Fehler einzugestehen oder unangenehme Wahrheiten anzuschauen. Wir sollten uns und anderen nichts vormachen. Wenn wir authentisch handeln, sind wir für andere ein aufrichtiges Gegenüber.
Wie steht es mit Satya bei sogenannten Notlügen?
Ist etwas zu verschweigen auch eine Form der Lüge?
Es ist angebracht, achtsam mit der Wahrheit umzugehen.