Gönnen Sie sich Entspannung pur!


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Thema der laufenden Kurse in dieser Woche:

Yama - Asteya - Nicht-Stehlen 

Sutra 2.37

Alle Kostbarkeiten werden dem zuteil, der in Asteya (im Nicht-Stehlen) verwurzelt ist.

Erläuterung: Wer die Rechte anderer Menschen nie verletzt, wird reichlich belohnt.

Asteya meint nichts nehmen, was mir nicht gehört, eine Geisteshaltung, in der sich das Haben-Wollen aufgelöst hat. Das betrifft nicht nur weltliche, materielle Güter, sondern auch geistiges Eigentum. Es ist weit verbreitet, die Ideen anderer als seine eigenen auszugeben, um dadurch Vorteile zu erhalten. Wenn sich jemand zu sehr in den Vordergrund drängt, kann das zum "Stehlen von Aufmerksamkeit" ausarten. Ein sehr kostbares Gut ist die Zeit, daher sollten wir mit der Zeit anderer achtsam umgehen. Durch rücksichtsloses Verhalten können wir anderen Menschen auch Lebensqualität stehlen.

Ist es Unterstützung von Diebstahl, wenn wir Waren kaufen, die unterbezahlt und unter schlechten Bedingungen produziert werden? Den Arbeitern wird Lebensqualität gestohlen und gerechter Lohn untersagt.

Außerdem sollten wir mit den Ressourcen unserer Erde bewusst umgehen und die Bereiche in denen sie genutzt werden, genau betrachten.




Themen der vorherigen Wochen:


Yama - Aparigraha - Nicht Horten

Sutra 2.39

Wer stabil in der Umsetzung von Aparigraha (Anspruchslosigkeit) ist, erfährt alles über seine Vergangenheit und seine vergangen Leben.

Erläuterung: Wer sich konsequent der Anhäufung von Besitz jeglicher Art widersetzt, bleibt sich selbst treu.

Aparigraha meint "Nicht zugreifen" und nur das anzunehmen, was angemessen ist. Das Annehmen von unverdienten Belohnungen kann leicht zu unangenehmen Verpflichtungen und Abhängigkeiten führen. In unserer heutigen Überflussgesellschaft kann Aparigraha eine Einladung sein, sich mit dem zu begnügen was wir wirklich brauchen. Unnütze Besitztümer werden oft zur Belastung. Wenn wir zu viel angesammelt haben, ist kein Raum mehr für Neues. Daher ist es erleichternd, seine Bestände immer wieder zu überprüfen und zu entrümpeln. Alles was gehortet wird ist nicht mehr im Fluss. "Nicht Horten" setzt Vertrauen voraus und die Bereitschaft, sich dem Fluss des Lebens zu überlassen. Wir können nicht nur Dinge, sondern auch Wissen und Gefühle horten, die keinen Raum für andere, neue Denkweisen lassen. Ein wunderbares Beispiel für "Nicht-Horten" ist der Atem. Wir können ihn nicht aufbewahren, die Atemzüge kommen und gehen - jeder Atemzug ist neu.



Niyama - Svadhyaya / Selbststudium

Sutra 2.44

Das Selbststudium führt zu einer Verbindung mit Bildern oder Themen, die uns auf den spirituellen Weg lenken können.

Erläuterung: Wer sich fortwährend bemüht, das Leben zu verstehen, wird auch die eigene Aufgabe im Leben verstehen.

Svadhyaya: "nähere dich dir selbst, studiere dich". Wir sollen Achtsamkeit für das entwickeln, wo wir gerade stehen und was uns beschäftigt. Dadurch werden wir uns verstehen. Wir sollen uns dabei immer in Bezug zum "Ganzen" sehen. Svadhyaya dient uns als Unterstützung auf dem spirituellen Weg und beim Erkennen unserer Lebensaufgabe. Das Studium der alten Schriften kann uns wertvolle Hilfe sein und wichtige Bezugspunkte geben.



Niyama - Tapas Inneres Feuer / Disziplin

Sutra 2.43

Durch Selbstdisziplin und das Reduzieren von Unreinheiten entfalten sich der Körper und die Sinne zu ihrer Vollkommenheit.

Erläuterung: Die Wachheit des Körpers und der Sinne gehen aus einem disziplinierten Lebensstil hervor.

Tapas meint das innere Feuer, das uns zum Handeln antreibt, die Disziplin, ohne die wir nicht weiterkommen können. Der brennende Wunsch ein Ziel zu erreichen. Wobei hier wieder bei aller Beharrlichkeit auch die Gelassenheit eine wichtige Rolle spielt, damit wir nicht verbissen werden.
Außerdem beinhaltet Tapas die Disziplin, auf die Dinge zu verzichten, die uns nicht gut tun. Der Körper wird dadurch gereinigt und von Schlacken befreit. Deshalb ist aufmerksames Üben auf der Ebene des Körpers, ein achtsamer Umgang mit dem Atem und unseren Essgewohnheiten sehr bedeutsam.



Niyama - Samtosa - Zufriedenheit

Sutra 2.42

Aus Zufriedenheit geht unvergleichliches Glück hervor.
Erläuterung: Konsequent zufrieden bleiben bringt grenzenloses Glück.

Samtosa meint innere Zufriedenheit und Genügsamkeit. Wahre Zufriedenheit kann nicht aus der Erfüllung unserer Wünsche und Bedürfnisse entstehen, wir müssen sie in unserem Inneren finden. Diese Art von Zufriedenheit führ zu tiefer innerer Ruhe. Wir müssen nicht mehr der Erfüllung unserer Wünsche hinterher jagen, sondern können das schätzen, was bereits vorhanden ist. Sind wir mit uns selbst zufrieden, können wir auch andere und ihre Eigenarten besser akzeptieren.

Wenn wir uns von dem Wunsch nach Anerkennung und Bestätigung frei machen, sind wir auch im Handeln freier. Wir werden von Äußerlichkeiten unabhängig. Menschen, die mit sich und den Dingen zufrieden sind, strahlen große Gelassenheit aus.